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Eigenen Salat pflanzen

Salat pflanzen

Gemüse im Gartenjahr beginnt mit Salat... und endet mit Salat. Nicht nur im Freiland, sondern vor allem im Gewächshaus und im Frühbeet. Dabei ist Salat eine Sammelbezeichnung für meist frisch zubereitete Blätter verschiedener Pflanzen.

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Mit Gartensalat sind die Kopfsalate gemeint. Man kann ab März alle 14 Tage, bis in den Herbst hinein, die benötigte Menge aussäen. Selbstverständlich sind dabei die Sorten zu beachten. Zuerst allerdings sollte man im Februar die ersten Pflanzen beim Gärtner zukaufen. Dort haben sie bei der Keimung mehr Licht und sind so stabiler als Anzuchten im Zimmer. Die erste Salate - auch beim Gärtner - sind Treibsalate. Ab Ende Februar kann man sie in das Frühbeet oder ins unbeheizte Gewächshaus pflanzen. Sie werden recht eng gesetzt, 20 cm X 20 cm sind für die meisten Sorten richtig.

So früh im Jahr sollte man eine schwarze Mulchfolie einsetzen, hält sie doch Wärme und Feuchtigkeit im Boden. Jungpflanzen vom Gärtner werden meist in Torfpresstöpfen kultiviert. Salat darf niemals zu tief gepflanzt werden, sonst wird die Kopfbildung verzögert, außerdem treten häufiger Pilzkrankheiten auf. Zuerst wird Lüften kaum notwendig sein, der Wasserbedarf ist gering. Ab 18 °C sollte aber gelüftet werden. Es genügt anfänglich eine kurze Zeit zum Luftaustausch, kalte Außenluft schadet dabei nicht. Auch geringer Nachtfrost, nachdem die Pflanzen erst einmal eingewurzelt sind, und das geht schnell, macht kein Problem.

Salat pflanzen Heizung


Schutz gegen die Kälte in den ersten Tagen, kann eine Paraffin Gewächshausheizung oder Vlies direkt über den Pflanzen bieten. Die Frostwächter Mini-Gasheizung von Bio Green schützt im Frühjahr, der Verbrauch ist gering, das Wachstum wird enorm beschleunigt. Übrigens: Salat, wie viele Pflanzen, anfänglich nicht zu feucht halten, es bilden sich sonst zu wenig Wurzeln. 

Mulchfolie Salat

Schwarze Mulchfolie von Biogreen hält die Temperatur im Boden. Diese Folie ist sogar biologisch abbaubar.

Da haben wir den Salat

Der Kopf bei Salaten entsteht durch einen gestauchten Spross. In der Zucht entstanden aus dem Gartensalat zwei Arten, der Buttersalat und der Eis- oder Krachsalat. Buttersalat hat eher weiche Blätter, der Eissalat relativ feste. Nicht ganz weich, aber auch nicht fest, die Kreuzung aus beiden: der Bataviasalat. Die Blätter meist gefiedert, von zart grün bis rotbraun.

Die Urform der klassischen Gartensalate ist wahrscheinlich der auch bei uns weit verbreitete wilde Zaunlattich (Lactuca serriola), von Haus aus eine Steppenpflanze Südeuropas, des gemäßigten Westasiens bis Nordindien sowie Nordafrikas. Bei den Züchtungen sind die Sorteneigenschaften sehr unterschiedlich, z. B. schoßfest, das heißt, dass die Sommersorten entweder Kurztagpflanzen oder aber tagneutral sind.

Andere sind besonders hitzeverträglich oder resistent gegen Salatblattlaus und/oder gegen Mehltau. Es gibt Sorten für den Früh -/ Treibanbau und Sorten für Herbst und Winter. Zugelassen sind derzeit über 100 verschieden Sorten. Da muss man einfach probieren. Es geht aber auch einfacher: man wählt eine Sorte für den Ganzjahresanbau!

Bei der Salatkultur sollte man, um immer Salat zu haben, darauf achten, dass alle 2 bis 3 Wochen neu ausgesät wird. Pro Person ca. 20 Pflanzen. Mit dem Ernten beginnt man schon bevor die Köpfe ganz fest sind, erst die letzten Köpfe sind dann fest, dann folgen schon wieder die „Neuen.“ Von der Pflanzung bis zur Ernte vergehen je nach Jahreszeit fünf bis sieben Wochen.

Salat einpflanzen

Salat immer recht hoch pflanzen, sonst kann es schnell zum Faulen der unteren Blätter kommen.

Salatkultur

Ausgesät wird ab Februar / März bis in den Herbst hinein. Kopfsalat benötigt zur Keimung niedrige Temperaturen, die durch Abkühlung während der Nacht vorliegen. Bleibt die Bodentemperatur nachts über 18 bis 20° C, kann das Auflaufen ausbleiben oder sich stark verzögern. In der warmen Jahreszeit wird daher nur in den kühlen Abendstunden ausgesät. Nach der Saat kann die Bodentemperatur durch leichtes Überbrausen gesenkt werden. Sobald die ersten Laubblätter der Sämlinge erscheinen, wird vereinzelt. Bei der Aussaat mit dem Einzelkornsäer in Multitopfplatten muss man nicht Pikieren. Die Keimdauer beträgt je Sorte und Temperatur 4 bis 30 Tage. Erst wenn sich vier bis fünf Blätter gebildet haben, werden sie mit Ballen ins Freiland gepflanzt, zuvor abhärten. Dazu wird langsam immer mehr gelüftet und an einem „trüben Tag“ gepflanzt. Wenn man nicht warten will, kann man auch mit Vlies abdecken. Im Garten alle Sorten auf 25 cm X 25 cm pflanzen. Im Gewächshaus und Frühbeet auch enger.

Salat ist selbstverträglich, kann also ruhig an Stellen gepflanzt werden, wo schon Salat gestanden hat. Lediglich die Nährstoffversorgung muss sichergestellt sein. Salat ist salzempfindlich, Mineraldünger lassen ihn schnell verbrennen. Ein niedrig dosierter Flüssigdünger, nicht über die Blätter gegossen, kann hilfreich sein. Das Salat niemals zu tief gepflanzt werden darf, darauf wurde schon hingewiesen. Auch, dass er nicht zu viel gegossen wird und immer trocken im Blatt in die Nacht gehen sollte.

Salat Frühbeet

Nicht nur das Gewächshaus, auch im Frühbeet kann man den Anbau der Salate optimieren, Salat vom Frühjahr bis zum Herbst.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Kopfsalat kann leicht Salatfäule auftreten, das wird durch Lüftung der Jungpflanzen vermieden. Sortenbedingt können Blattläuse ein Problem werden, Bekämpfung mit biologischen Mitteln. Bei Folienkultur, die Folie vor der Kopfbildung entfernen. Alle Kopfsalate aus der Familie der Lactuca sativa var. capitata enthalten in den Blütenständen und Stängeln einen weißen Milchsaft mit dem Bitterstoff Lactulin, der beim Anschneiden herausfließt. Er verleiht den Salaten den angenehm milden bis leicht bitteren Geschmack und unterstützt durch seine anregende Wirkung die Verdauung. Beim Kontakt mit der Luft färbt sich der ursprünglich weiße Saft an der Schnittstelle bräunlich, so dass man von der Farbe der Schnittstelle her auf die Frische des Salatkopfes schließen kann. Erntefrisch sind Salate reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, außerdem kalorienarm und reich an appetitanregenden Bitterstoffen. Kopfsalat sollte immer möglichst frisch geschnitten, baldmöglichst angerichtet und unmittelbar darauf verzehrt werden.

War der Salat früher schmackhafter?

Ob das wirklich so war, sei mal dahingestellt, alte Sorten haben aber meist größere Köpfe mit weichen Blättern, heute sind andere Eigenschaften wichtiger. Zügiges Wachstum, Resistenz gegen Krankheiten, ein geschlossener, aber kleiner Kopf dazu die leichte Verarbeitung. Beim Abschneiden des Strunks zerfällt der Kopf in gleich große Blätter.

Die Originalversion dieses Beitrags erschien in der Gewächshaus Post, Ausgabe 02/2016, Text und Bild: Jörn Pinske.

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